09. Sprache
Atemkontrolle als Voraussetzung für bewußtes Sprechen
Neben dem Werkzeuggebrauch, der Zweifüssigkeit ist die Sprache eines der Hauptmerkmale, die den Menschen vom Tierreich abgrenzt.
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Von den Primaten unterscheidet den Menschen die deutliche Umgestaltung des Schädels mit einer Verlängerung des Rachens und Absenkung des Kehlkopfes. Als Folge konnte die Zunge vor-, zurück- auf- und abbewegt werden. |
Die Möglichkeit die Zunge derarte zu bewegen ist neben der Atemkontrolle der Schlüssel zur menschlichen Sprache. Ein Nachteil dieser Entwicklung ist, daß die Luft und Nahrungswege nun sich kreuzen, wodurch beim Schlucken Probleme erwachsen können. Da diese Entwicklung bei den Menschenaffen (als Landsäuger) nicht stattgefunden hat, können sie nicht sprechen und nicht singen.
Im Rahmen der Aquatic Ape Theorie wird die Umgestaltung des Kehlkopfes mit der Notwendigkeit zum Tauchen gesehen. Mit der Absenkung des Kehlkopfes kann mit dem Gaumensegel die Nasenhöhle von den anderen Luftwegen abtrennt werden. Erst damit kann die eingeatmete Luft im Körper gehalten werden (spüren sie doch mal beim Luftanhalten Ihr Gaumensegel und überlegen, was wohl ohne wäre...). Alternativ, wäre wohl nur eine Muskulatur zum Schließen der Nase in Frage gekommen, wie dies bei anderen Meeresäugern der Fall ist.
Als Nebenerffekt ist es den Menschen damit möglich seinen Atem zu kontrollieren, was die wichtigste Vorraussetzung für die Entwicklung der Sprache war.

Abb. 15: Die kleinen Unterschiede in der Anatomie (aus "Kinder des Ozeans").

