Wann und wo es geschah
Biher wurde die Theorie vom Wasseraffen besonders deswegen angezweifelt, weil Fossilienfunde als Beleg ausblieben. Elaine Morgan und andere bieten jedoch Vorschläge an, wo und in welchen Schichten Funde von fossilen "Wasseraffen" möglicherweise zu erwarten sind. Die Aussagen bleiben Arbeitshypothesen, bis neue Ideen aufkommen oder vor Ort zukünftige Ausgrabungen keinerlei Erfolg aufweisen. Die gelieferten Ideen müssten jedoch für neugierige Forscher genug Motivation für eigene Gedankengänge liefern...
"Der Gedanke, dass die Überschwemmung von Teilen Nordafrikas den Hintergund für diese Zwischenzeit im Wasser bildete, wurde von Leon P. La Lumiere jr. vom Marineforschungslaboratorium in Washington vorgebracht." (Kinder des Ozeans S. 138)
Das Meer drang vor...

Abb. 22:1
..und zog sich wieder zurück.
"Ein Überdenken der Hardy-Hypothese führt zu folgenden Schlüssen:
- a. die Region war ein im späten Miozän von Menschenaffen bewohntes Waldgebiet;
- b. die Region war während des Pliozäns vom übrigen Afrika isoliert, in welcher Periode die Evolution; affenähnlcher Lebewesen zu menschenähnlichen vonstatten ging;
- c. die Region wurde im späten Pliozän oder frühen Pleistozän wieder mit Afrika verbunden, was den Hominiden ermöglichte, anderswohin zu wandern;
- d. Punkt (b) deutet auf eine Insel hin." (Kinder des Ozeans S. 143)

Abb. 22:2
"Belege für den hypothetischen Schauplatz: Tazieff (19729 Tazieff u.a. (1972) und Barberi u.a. (1972) sind der Ansicht, dass das nördliche und zentrale Afrar-Dreieck in der Vergangenheit mit Meerwasser bedeckt war, so dass nur die Danakilberge und hohe Vulkane als Inseln aus dem Wasser ragten" (Kinder des Ozeans S. 145)

Abb. 22:3
"Wo man suchen müßte: Die tektonische Tätigkeit im Afrar-Dreieck ist extrem hoch (Tazieff 1972)...Die Rote Schichtfolge besteht aus tertiären Ablagerungen, die miozäne Fossilien enthalten (Frazier 1970; Hutchinson & engels 1970; Beyth 1978)...Das Vorkommen der Roten Schichtfolge ist in Abbildung 22:4 angezeigt. Wenn diese Hypothese stimmt, sollten in ihnen und in quartären Formationen Fossilien unserer affenähnlichen und menschenähnlichen Ahnen zu finden sein." (Kinder des Ozeans S. 154)

Abb. 22:4
