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Mondfinsternis im November

Auszug aus Cannstatter Zeitung: Zwei herausragende Himmelsschauspiele ereignen sich im November: eine totale Sonnenfinsternis und eine totale Mondfinsternis. Die Sonnenfinsternis in der Nacht vom 23. zum 24. November bleibt allerdings von der gesamten Nordhalbkugel der Erde aus unbeobachtbar. Die Mondfinsternis in der Nacht vom 8. auf den 9. November ist dagegen in voller Länge von Mitteleuropa aus zu sehen - sofern das Wetter mitspielt.

Der Erdtrabant kreuzt in dieser Vollmondnacht die scheinbare Sonnenbahn von Süd nach Nord und taucht dabei in den Erdschatten ein. Beobachtbar wird das kosmische Schattenspiel eine halbe Stunde nach Mitternacht, wenn der Mond aus dem Halb- in den Kernschatten der Erde wandert.

Kurz nach 2 Uhr beginnt die so genannte Totalität, sobald sich der Mond vollständig im Erdschatten befindet. Nur für eine knappe halbe Stunde hält sich der Mond vollständig im Kernschatten auf. Bereits um 2.31 Uhr beginnt er herauszuwandern. Der sichtbare Teil der Mondfinsternis endet mit dem Austritt des Erdtrabanten aus dem Kernschatten um 4.05 Uhr.

Zum Neumond in der Nacht vom 23. auf den 24. November verfinstert unser Begleiter dann auf der Südhalbkugel die Sonne. Der Mondschatten wandert über einen rund 500 Kilometer breiten Streifen im südliche Eismeer und der Antarktis. In derselben Nacht kommt der Mond mit 356 810 Kilometer in Erdnähe, was zu besonders ausgeprägten Gezeiten am 23. und 24. November führt. Mit Springfluten ist zu rechnen.

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